Was ist ein Nahrungsergänzungsmittel für das Wochenbett? – Algorigin

Was ist ein Nahrungsergänzungsmittel für die Zeit nach der Geburt?

November 07, 2022Susan Spring

Um die Gesundheit von Müttern und Babys zu unterstützen, sehen die Ernährungsempfehlungen für Schwangere und für Frauen, die eine Schwangerschaft planen, ein tägliches Nahrungsergänzungsmittel vor. Doch wie sieht es nach der Geburt aus? Zwar gibt es keine spezifischen Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln für Mütter im Wochenbett, und zu diesem Thema wurden bisher nur sehr wenige Studien durchgeführt – dennoch bleiben viele pränatale Vitamine und andere Nährstoffe auch nach der Geburt unverzichtbar. Wie schon in der Schwangerschaft reicht eine gesunde Ernährung womöglich nicht aus, um den gesamten Nährstoffbedarf stillender Mütter und aller Mütter zu decken, die sich von der Geburt erholen und gleichzeitig ein Neugeborenes versorgen.

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Man hört viel darüber, wie wichtig pränatale Vitamine vor und während der Schwangerschaft sind – doch wie sieht es nach der Geburt aus? Sollten Frauen nach der Entbindung Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen? Hier sind 5 Dinge, die Sie über die Einnahme von Vitaminen nach der Geburt Ihres Babys wissen sollten. Die meisten Fachpersonen empfehlen, nach der Geburt pränatale oder postnatale Vitamine einzunehmen. Sprechen Sie noch vor dem errechneten Geburtstermin mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber, welche Vitamine Sie nach der Entbindung gegebenenfalls einnehmen sollten. Zwar gibt es keine allgemeine Empfehlung, wann man mit der Einnahme eines pränatalen Vitamins aufhören sollte, doch viele Fachpersonen raten dazu, es mindestens während einer gewissen Zeit nach der Geburt weiter einzunehmen. Die Zusammensetzung von Vitaminpräparaten, die als «pränatal» und «postnatal» vermarktet werden, ist in der Regel sehr ähnlich. Einige postnatale Vitamine enthalten jedoch unterschiedliche Mengen an Nährstoffen, die speziell auf den Körper der Frau nach der Geburt abgestimmt sind. So enthalten manche postnatalen Vitamine zusätzliches Eisen zur Unterstützung der Erholung nach der Geburt, Vitamin D, das dem Körper hilft, Calcium aufzunehmen, sowie zusätzliche B-Vitamine, damit stillende Mütter und ihre Babys ausreichend davon erhalten. Apropos …

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Nahrungsergänzung nach der Geburt ist besonders in der Stillzeit wichtig

Eine ausgewogene Ernährung reicht wahrscheinlich nicht aus, um stillenden Müttern die Nährstoffe zu sichern, die für ihre eigene optimale Gesundheit und die ihres Babys unverzichtbar sind. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt stillenden Frauen, während der gesamten Stillzeit weiterhin ein pränatales bzw. postnatales Vitaminpräparat einzunehmen. Einer Studie zufolge kann die weitere Einnahme eines pränatalen oder postnatalen Vitamins mit Folat, DHA, Vitamin D und Jod die Gehirnentwicklung, die Verarbeitungsfähigkeiten und die Sehschärfe des Babys fördern. Eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D und DHA ist nicht nur für Mütter wichtig, sondern auch für ihre Kleinen! Muttermilch allein liefert Babys nicht genügend Vitamin D. Deshalb empfiehlt die American Academy of Pediatrics, gestillten Babys täglich 400 IE Vitamin D zu geben, bis sie mit fester Nahrung beginnen.

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Die CDC empfehlen stillenden Frauen, die sich eingeschränkt ernähren (zum Beispiel vegetarisch oder vegan), während der gesamten Stillzeit ein prä- oder postnatales Vitaminpräparat einzunehmen. Fehlen tierische Proteine in der Ernährung, kann dies zu einem Vitamin-B12-Mangel führen, der bei Babys Symptome wie Appetitlosigkeit, Antriebslosigkeit, eine verzögerte motorische Entwicklung und Blutbildstörungen verursachen kann.

Nahrungsergänzung nach der Geburt: Eisen ist wichtig

Ein weiterer Grund, ein pränatales Vitamin nach der Geburt weiter einzunehmen? Der zusätzliche Eisenbedarf. Wegen des natürlichen Blutverlusts bei der Geburt ist es besonders wichtig, die Eisenspeicher im «vierten Trimester» wieder aufzufüllen. Für alle Mütter kann es sinnvoll sein, nach der Geburt noch drei Monate lang ein prä- oder postnatales Vitaminpräparat einzunehmen, damit ihr Eisenspiegel stabil bleibt – insbesondere für Frauen, die bereits einmal an Blutarmut (Anämie) gelitten haben. Fragen Sie danach Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, ob Sie das prä- oder postnatale Vitamin weiter einnehmen sollten, falls Sie nicht stillen.

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Nahrungsergänzung nach der Geburt: Achten Sie auch auf Ihre Ernährung

Auch wenn Sie nach der Ankunft Ihres Babys Vitamine einnehmen, ist es wichtig, dass Sie sich zudem gut ernähren. Ihr Körper hat viel durchgemacht; deshalb ist es entscheidend, ihm die Nährstoffe zu geben, die er braucht, um zu heilen und Ihren neuen (und anstrengenden) Alltag als Mutter zu meistern. Wenn Sie gut für sich sorgen und sich gesund ernähren, fühlen Sie sich körperlich und seelisch besser, während Sie sich um Ihr Kleines kümmern. Wer die eigene Gesundheit vernachlässigt, fühlt sich schnell (noch) erschöpfter, schwächer und geistig ausgelaugt – und wie das Sprichwort sagt: «Aus einer leeren Tasse kann man nichts einschenken!»

Wir wissen, dass die Zeit nach der Geburt oft wie im Nebel vergeht und es schwierig sein kann, zwischen der Babypflege auch noch Mahlzeiten unterzubringen. Tun Sie trotzdem, was Sie können, um sich wann immer möglich ausgewogen zu ernähren. Achten Sie besonders auf die folgenden Punkte, damit Sie nach der Geburt bekommen, was Sie brauchen:

  • Proteine aus Lebensmitteln wie magerem Fleisch, Hülsenfrüchten und Fisch.
  • Ballaststoffe aus Obst und Gemüse
  • Eisen aus Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, rotem Fleisch und grünem Blattgemüse.
  • Calcium aus Lebensmitteln wie Milchprodukten, grünem Blattgemüse und Hülsenfrüchten.
  • Folat aus Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Blattgemüse und Zitrusfrüchten.
  • Omega-3-Fettsäuren aus verschiedenen Lebensmitteln wie fettem Fisch, Samen und Nüssen.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über Vitamine und Nahrungsergänzungsmittel für die Zeit nach der Geburt.

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Bevor Sie mit der Einnahme neuer Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel beginnen (von denen viele von der FDA als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel reguliert werden), sollten Sie unbedingt mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen. Je nach Ihrer Krankengeschichte, Ihrem Lebensstil und der Art, wie Sie Ihr Baby ernähren möchten, kann Ihre Gesundheitsfachperson Ihnen gezielt sagen, worauf Sie bei einem Vitamin- oder Nahrungsergänzungspräparat nach der Geburt achten sollten. Es gibt zahlreiche Nahrungsergänzungsmittel speziell für frischgebackene Mütter, insbesondere für stillende Frauen, die ihre Milchbildung steigern möchten. Kräuter wie Bockshornklee und Fenchelsamen sind in vielen dieser Präparate enthalten; sie gelten zwar allgemein als sicher, wissenschaftlich belegt ist dies jedoch nicht. Wenn Sie sich Sorgen um Ihre Milchmenge machen, vereinbaren Sie am besten einen Termin bei einer Stillberaterin oder bei Ihrer Gesundheitsfachperson. Sie können Ihnen helfen, einen Plan zur Steigerung Ihrer Milchbildung zu erstellen, und anhand Ihrer Krankengeschichte beurteilen, ob pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel für Sie unbedenklich sind.

Gibt es einen Unterschied zwischen pränatalen und postnatalen Nahrungsergänzungsmitteln?

Nahrungsergänzungsmittel sind Pillen, Tabletten, Kapseln, Pulver oder andere Produkte, die Sie über den Mund einnehmen, um die Nährstoffe aus Ihrer Nahrung zu ergänzen. Nährstoffe sind Bestandteile wie Vitamine und Mineralstoffe, die unser Körper braucht, um zu funktionieren, zu überleben und sich zu entwickeln. Eine gesunde Ernährung ist der beste Weg, um all diese Nährstoffe aufzunehmen. Während und nach der Schwangerschaft steigt jedoch der Bedarf Ihres Körpers an bestimmten Nährstoffen. Deshalb ist es oft nötig, die Ernährung anzupassen und ein Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen. Pränatale Nahrungsergänzungsmittel (auch «pränatale Vitamine» genannt) helfen, Ihrem Körper vor und während der Schwangerschaft zusätzliche Mengen bestimmter Nährstoffe zuzuführen, die für Ihre Gesundheit und die Ihres Babys notwendig sind. Drei dieser Schlüsselnährstoffe sind Folsäure, Eisen und Calcium. Sie können auch eine Kur mit Zink oder Magnesium ermöglichen, da diese Präparate besonders reich an Aminosäuren und Spurenelementen sind.

Postpartale Nahrungsergänzungsmittel (auch «postnatale Vitamine» genannt) helfen, den Nährstoffbedarf von Frauen nach der Geburt zu decken. Pränatale und postnatale Präparate können je nach Marke unterschiedliche Kombinationen und Mengen an Nährstoffen enthalten. Um Präparate zu vergleichen, sollten Sie die Nährstoffgehalte in der Nährwerttabelle des Produkts prüfen. Manche postpartalen Nahrungsergänzungsmittel ähneln pränatalen sehr, andere nicht. Unabhängig von der Art ist es wichtig, vor Beginn der Einnahme zuerst eine Gesundheitsfachperson zu konsultieren. Sie kann Ihnen bestimmte Nährstoffdosierungen empfehlen, die auf Ihre individuellen Bedürfnisse, Ihre Ernährung und Ihre gesundheitliche Situation abgestimmt sind. Wenn Sie beispielsweise zu wenige Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, kann sie Ihnen ein entsprechendes Nahrungsergänzungsmittel vorschlagen.

Welche Vorteile haben Nahrungsergänzungsmittel nach der Geburt für das Stillen?

Manche Nährstoffe sind nur dann in der Muttermilch vorhanden, wenn Ihre übliche Ernährung genug davon enthält. Wenn Sie stillen, kann eine Nahrungsergänzung den Gehalt bestimmter Nährstoffe in Ihrem Körper erhöhen, damit Ihr Baby über die Muttermilch die richtigen Mengen erhält. DHA, Cholin, Vitamin A und Vitamin D sind Beispiele für Nährstoffe, die für stillende Frauen unverzichtbar sind. Nahrungsergänzungen mit DHA und Cholin unterstützen das Wachstum und die Gesundheit des Gehirns Ihres Babys. Eine Ergänzung mit Vitamin A trägt dazu bei, das Risiko chronischer Lungenprobleme bei Frühgeborenen und bei Babys mit extrem niedrigem Geburtsgewicht zu senken. Und schliesslich zeigen Studien, dass eine Ergänzung mit Vitamin D das Risiko für Rachitis verringert, eine Knochenerkrankung, die Ihr Baby betreffen kann.

Welche Vorteile haben Nahrungsergänzungsmittel nach der Geburt für das Wohlbefinden?

Abgesehen von den Empfehlungen zum Stillen gibt es nur wenig Forschung zum möglichen Nutzen von Nahrungsergänzungsmitteln für alle Frauen nach der Geburt. Studien deuten jedoch darauf hin, dass niedrige Spiegel bestimmter Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren bei manchen Frauen zu den Symptomen einer postpartalen Depression (PPD) beitragen können. Omega-3-Fettsäuren sind eine Art von Fett, die natürlicherweise in bestimmten Fischen und anderen Meeresfrüchten vorkommt. Zwar gibt es keinen schlüssigen Beweis dafür, dass eine Ergänzung mit Omega-3 eine PPD lindern kann, einige Studien weisen jedoch auf einen möglichen Zusammenhang hin. Ausserdem zeigen Untersuchungen, dass ein niedriger Eisenspiegel bei Frauen im gebärfähigen Alter zu Haarausfall beitragen kann und dass Eisenpräparate eine mögliche Behandlung darstellen.

Ist die Einnahme pränataler Nahrungsergänzungsmittel nach der Geburt mit Risiken verbunden?

Grundsätzlich ist es am besten, nur die empfohlene Tagesdosis eines Nahrungsergänzungsmittels einzunehmen. Es gibt allerdings kaum Hinweise auf schwerwiegende Nebenwirkungen durch die Einnahme pränataler Präparate nach der Geburt, selbst in hohen Dosen. So zeigen Studien beispielsweise, dass Mütter, die hohe Dosen bestimmter Vitamine (wie Thiamin, Riboflavin, Vitamin B12 und Vitamin C) einnehmen, nur ein geringes oder gar kein Risiko eingehen. Treten Nebenwirkungen durch eine übermässige Zufuhr bestimmter Nährstoffe (wie Eisen und Niacin) auf, sind sie in der Regel leicht und von kurzer Dauer. Zudem legen Studien nahe, dass die Einnahme von Eisenpräparaten zusammen mit einer Mahlzeit das Risiko von Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen verringert oder ganz beseitigt.

Wenn bei Ihnen Nebenwirkungen durch die von Ihrer Gesundheitsfachperson empfohlenen Präparate auftreten, sagen Sie es ihr, damit sie Ihnen helfen kann zu entscheiden, was für Sie und Ihr Baby am sichersten ist.

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